Hoher Besuch


Wir hatten vom 30 Mai bis zum 06 Juni sehr netten Besuch an unserm See.

Es waren Carppainter Ritchi und Rutenbau Achim aus Baden-Würtenberg bei uns, die wir im Krefelder Karpfentreff kennengelernt haben.

Ausserdem war noch Danny zu Gast und auch Gerd der Forenchef lies sich 2 Tage blicken.

Es war eine Unvergessliche Session und wir durften sehr nette Menschen kennen lernen. Wir haben uns sehr über den Besuch gefreut und hoffen wir können das wiederholen.


Hier ist ein Toller Bericht von der Woche

                                          geschrieben vom Carppainter Ritchie


NRW...... Wir kommen !!!


Monatelang vorher schon geplant, der Bulli beladen und die Vorfreude riesengroß.
Montag morgen ....es war endlich soweit.
" Fast " pünktlich starteten wir unsere Fahrt um ca. 5:00 Uhr in Richtung NRW.
Wir hatten doch so darauf geachtet nur das wichtigste an Tackle mitzunehmen und trotzdem war der Bulli doch um einiges überladen.
Wahnsinn ....was man alles braucht um auf Luxus am Gewässer nicht zu verzichten.
Naja... OK...sollte ja Urlaub für uns werden und wer möchte sich da auch einschränken.
Die Fahrt verlief reibungslos. Paar Tage zuvor sah es noch ganz anders aus.
Hatte sich doch ein Marder an einen meiner Kühlschläuche rangemacht und grad den teuersten ausgesucht.
Dem Himmel sei Dank dass ich es durch Zufall vorher noch entdeckt hatte.
Den Schlauch bestellt und gewechselt.
Am Abend vor der Fahrt meinen üblichen Kontrollgang bevor ich größere Strecken antrete....Ölstand prüfen und nach dem Kühlwasserbehälter sehen.
Aber was ein Schreck....ich traute meinen Augen kaum.
Der Behälter war fast leer. Wie denn das....hatte ich doch am Tag zuvor den Schlauch ausgewechselt und Wasser nachgefüllt.
Dann der Oberhammer !!!
Der Marder war noch einmal da und hatte sich den neuen Schlauch tatsächlich auch noch einmal vorgenommen.
Er hatte auf ca. 25 cm Länge....genau wie beim andern, an den gleichen Stellen seine Bissspuren hinterlassen.
Nun musste Rat her....wollten wir doch in der Nacht losfahren. Einen neuen Schlauch bestellen dauerte zulange. Es war Sonntag und bis ich den Schlauch bekommen würde wäre Dienstag geworden.
Also, Angebot vom freundlichen Nachbarn annehmen und mit Flickzeug anfangen beide Schläuche notdürftig zu flicken.
Danke Herr Nachbar...es hat gehalten und wie schon erwähnt... ca. 5:00 Uhr gings dann los.
Benny vorne rein unterm Beifahrersitz. Achim brauchte auch noch bissl Platz für seine Beine.
Zwischendurch paar Pausen auf den AB Parkplätzen eingelegt ( einmal Wasser nachgefüllt ) Benny pinkeln lassen...Kaff trinken und mit „ Andrea Berg und den Flippers „ im Ohr kamen wir um ca. 10:00 Uhr bei Andreas ( Taggekko ) zu Hause an.
Nach kurzer Begrüßung und einem guten Kaffee von seiner Sarah gings dann gleich ab zum aufbauen ans Gewässer.

Upps !!!
Bombentrichter...Badewanne...!


Rel. kleines aber sehr schön gelegenes Wässerchen. So richtig schön zum entspannen.


Von vorneherein war uns klar, dass es sehr schwierig werden würde hier überhaupt einen Fisch zu landen.
Überall steiles Ufer und ansonsten reine Badewanne bis auf 10 Meter Durchschnittstiefe. Kein leichtes unterfangen also.
Was uns auch noch vor etliche Probleme stellen sollte waren die vielen Bäume die fast überall am Uferbereich im Wasser lagen.
Im Grunde genommen....alles in allem....ein rel. kleines aber sehr schwierig zu befischendes Gewässer.... keine leichte Aufgabe.


Das Zeltdorf stand und die Ruten lagen zum auslegen bereit auf dem Pod.
Jetzt musten wir noch schnell zum Angelladen etwas Shoppen und uns für die Woche eindecken.


Sarahs Hund...

Die Stunden vergingen wie im Fluge. Gegen Abend kamen wir dann wieder am See von Andreas an.
Er und ein paar Kumpels haben dieses Gewässer privat gepachtet.
Danke Andreas dass wir die Woche bei euch verbringen durften.
Jop...so etwas zu Hause im Garten und man ist der glücklichste Mensch der Welt.
Weiter gehts.....Sarahs Hund...hehe.
Die ganze Zeit hatte sie sich mit Benny beschäftigt. Spielen, Schmusen, Steinchen und Stöckchen werfen, pinkeln gehen und was ein Hundchen noch so alles möchte. Wie ein kleines Kind lief er ihr nach und machte alles was sie wollte.


Toll....Danke Sarah.....Gruß von Bobbl, Bobbele Benny.
Sarah war net wirklich ganz alleine mit Benny....nein....Danny ( neues Forumsmitglied ) hatte sich auch für ein paar Tage zu uns gesellt.
Nicht zu vergessen " Thorsten und Karl " die uns fast täglich besuchten und uns bis tief in die Nacht beim plaudern am Lagerfeuer Gesellschaft boten.
Dank an euch...super Kumpels !


Bilder sprechen mehr als tausend Worte....

Die Zeit war reif und die Ruten ausgelegt. Mit Andreas seinem Schlauchboot ( E - Motor ) alles sehr problemlos abgelaufen.
Von nun an muss ich Bilder sprechen lassen. Es würde sonst den Rahmen sprengen.
Wir haben sehr viel gelacht....und beim Fischen wahre Sternstunden erlebt
Wir haben fremde Menschen kennen gelernt und sind als gute Freunde auseinander gegangen.
Aber.... wir sehn uns wieder, das nächste Treffen ist schon vorprogrammiert.
Es war eine Session die wir nie vergessen werden. Eine ewig bleibende Erinnerung.


          
Patrick,Andreas,Danny und Sarah                 Unser Billard Tunier


Zwischendurch ( sollte man evtl. auch mal erwähnen ) wurden herrliche Fische gefangen...

 

 
Alles rundum geniale, wunderschöne Fische...
 
Mit teils geilen Schuppenbildern...

Krönender Carpabschluss....19,4 Kg Spiegler

OK...7 oder 8 große Klodeckel..( Brassen ) gingen auch an den Haken ..


Das Monster aus der Tiefe…!

Die ganzen Tage über beobachtete ich einen Spot an dem ein " komisches etwas " buckelte.
Meine Rute lag Tag und Nacht an diesem Spot und das einzigste was ich daran änderte war ab und zu den Köder zu wechseln.
Tage zuvor hatte Achim im Uferbereich zwei Meterlange Störe entdeckt und so war ich der Meinung dass es sich bei dem " komischen etwas " um einen großen Stör handeln musste.
Und ich blieb dem Spot die ganzen Tage und Nächte treu…auch wenn sich nicht wirklich etwas tat.
Bis zum vorletzten Tag als es mir ruckartig fast die Rute vom Pod nahm.
Dann war wieder Ruhe.
Letzte Nacht und Andreas meinte noch dass am gesamten Ufer an dem das " komische etwas " sein musste nie ein Fisch gefangen wurde. Aber ich lies nicht locker. Bis zur letzten Minute musste diese Rute liegen bleiben. Ich war vollkommen davon überzeugt dass sie nicht umsonst dort liegt.


1:30 Uhr….der Tanz begann….!

Danny und Gerd waren schon abgereist. Sarah zu Hause weil sie morgens zur Arbeit musste. Nur Achim, Andreas und ich waren noch am See, als mitten in der Nacht ein Bissanzeiger aufheulte. Es „ war „ der Bissanzeiger vom " komischen etwas " Spot.
War der Bissanzeiger..….weil er schon kurz nachdem aufheulen mit großer Wucht zerfetzt wurde und zehn Meter weiter kurz vor dem Wasser auf dem Kies landete.
Obwohl ich rel. schnell ( ohne Latschen ) an der Rute war konnte ich dies nicht verhindern.
Normalerweise schlafe ich immer mit Kopflampe fertig auf der Stirn montiert. Aber dieses Mal musste ich wohl so einen Blitzstart hingelegt haben dass ich beim aufspringen von der Liege ohne Kopflampe an der Rute stand.
Sie lag perfekt geformt auf dem Kopfteil der Liege.
Was dann geschah kann ich mit Worten leider nicht ausdrücken. Man muss dabei gewesen sein.
Achim und Andreas waren sofort zur Stelle.

Ein Teufelstanz begann.
Ich habe in meiner ganzen Laufzeit ( fast 40 Jahre ) noch nie einen solchen Fisch an der Leine gehabt.
Noch niemals einen solchen Drill erlebt. Noch nie hatte ich so viele Schnitte der Schnur in meinen Fingern und blaue Flecken auf den Schenkeln.
Einfach nur „ Hammergeil „ !
Was für Fluchten, was für ein kampfstarkes Wesen…ein „ Urian „ aus der Tiefe.
Die LC - Rolle bis zum Anschlag zugeknallt, die Shimano XT gebogen wie ein Flitzebogen ….so stand oder marschierte ich fast 45 min. am Ufer entlang.
Alle Bissanzeiger heulten auf.
Der absolute „ Supergau „ trat ein.
Der Fisch hat fast alle Schnüre eingesammelt.
Wahnsinn !!!
Im Schein der Kopflampen erkannten wir dann endlich dieses „ komische etwas „.
Es handelte sich um einen für dieses Gewässerchen überdimensional großen Waller.
Dann endlich …erfolgreiche Landung ( Danke Andreas ) und ich war fix und fertig mit der Welt.
Ein Traum wurde wahr.
Hab zwar schon vorher viele kleine Welse gefangen aber so etwas …nee….net mal im Traum.
Die Treue zum Spot hat sich ausgezahlt….oder wie ich es immer auf Schwäbadisch umschreibe….
„ Dä Deifl isch ä Aichhernnle „….!
( Der Teufel ist ein Eichhörnchen ) ..
Man kann ja nie wissen.
Mit einer Wallerrute, und nem großen Haken auf dem Boot über den Fisch und hoch pumpen….normal kein Problem. Aber mit Karpfenrute und nem kleinen 6 er Haken vom Ufer aus….Mann oh Mann…die wahre Kunst des Angelns.


 
Meine demolierten Gelenke liesen es leider nicht zu dieses Monstrum alleine zu halten..


Danke…!

Möchte mich bei allen bedanken die diese Session so erfolgreich, lustig, schön und unvergessen werden ließen.
Danke Achim….für deine Unterstützung.
Sarah, Andreas, Patrick, Heiko, Carmen, Hansi ( der eigentlich Gerd heißt ), unserm Cheffe Gerd, Karpfenfee, Thorsten, Karl, Danny und und und…wer noch ?
Wir sehn uns wieder……




Gruß
Ritchie....man liest sich